Eine Person der Zeitgeschichte

am Freitag, 20 Januar 2012.

Außenpolitikexperte Dieter A. Schmidt referiert bei JU Donauwörth

Eine Person der Zeitgeschichte

Mit Dieter A. Schmidt empfing die Junge Union Donauwörth zu ihrem Januar-Stammtisch eine Persönlichkeit der Zeitgeschichte, die den politisch interessierten Jugendlichen viel Wissenswertes und Faszinierendes aus beinahe 40 Jahren außenpolitischer Arbeit ersten Ranges erzählen konnte. Dabei blieb aber auch Zeit für eine anregende Diskussion aktueller Themen, die Schmidt auf Grund seiner langjährigen Erfahrung in hohen politischen Kreisen, mit mancherlei neuem und treffenden Argument bereichern konnte.

Ein Schatz internationaler Erfahrungen

Ein erstes Highlight 2012 erlebe die politische Jugendarbeit mit diesem Besuch bereits gleich zu Beginn des Jahres, so Jonathan Schädle, Ortsvorsitzender der Jungen Union.
Dieter A. Schmidt, Jahrgang 1936, seit 2004 wohnhaft in Donauwörth, war nach einer Laufbahn in der Bundeswehr und leitender Position in einer großen Bank, ab 1978 Leiter des internationalen Büros der CSU. Dadurch wurde er zum Ansprechpartner und Experten für auswärtige Angelegenheiten unter Franz Joseph Strauß und behielt diese Position bis in die Zeiten des Parteivorsitzenden Edmund Stoiber. Das Amt brachte Schmidt in beinahe alle Länder und an viele Krisenherde der Erde, wo er stets mit hohen politischen Vertretern, teilweise aber auch mit Freiheitskämpfern und politisch Verfolgten zusammentraf. Noch heute ist er auf Grund seines enormen Wissensschatzes und seiner jahrelangen Erfahrung auf dem diplomatischen Parkett, Mitglied der internationalen Kommission und des AK Außen- und Sicherheitspolitik der CSU.
Der Besuch bei den Mitgliedern der JU stand unter dem Thema der wirtschaftlichen Probleme Griechenlands. Auch hier kam Schmidt jedoch nicht umhin, seine weitreichenden Kenntnisse über multilaterale Verstrickungen und Zusammenhänge einzubringen, was manchen der zahlreichen Anwesenden die Sachlage völlig neu betrachten ließ.
So beleuchtete der erfahrene Diplomat nicht nur die altbekannten und oft zitierten Gründe der Pleite des Landes, sondern lenkte den Blick der Zuhörer auch auf völlig neue Aspekte und Voraussetzungen, die bereits bis in die Zeit seiner aktiven politischen Arbeit zurückreichen. Auch zeigte er mögliche Wege aus der Krise, die für mancherlei Diskussionsstoff sorgten, aber schlussendlich in der Runde der Anwesenden durchaus Zuspruch fanden.
Auch in der anschließenden Erörterung aktueller Themen - vom Bundespräsidenten, bis zum arabischen Frühling - faszinierte der Referent die Runde mit stichhaltigen Argumenten, die stets auf überaus fundiertes Wissen gründeten.
Zum Abschied und nach Worten des Dankes für seinen Besuch von Jonathan Schädle, versicherte Schmidt den ausnahmslos begeisterten Anwesenden, er werde auch weiterhin gerne für die junge Generation politisch Interessierter beratend zu Verfügung stehen.

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