Glückstreffer nur für Dillingen

am Donnerstag, 09 August 2018.

JU für Sparkassen-Hauptsitz in Donauwörth

Glückstreffer nur für Dillingen

Die Junge Union Donauwörth unter seinem Ortsvorsitzenden Stephan Geist ist ziemlich irritiert von den nun öffentlich gemachten Gedankenspielen einer Kreissparkasse auf nordschwäbischen Ebene. Im Zentrum der Kritik stehen nicht die dargelegten wirtschaftlichen Überlegungen, sondern vielmehr, dass hier einige Akteure die Bedeutung des Hauptsitzes herunterspielen. Hier ist vor allem der Landrat des Landkreises Donau-Ries kraft Amtes gefordert. Aufgrund der Presseberichterstattung hat man aber den Eindruck, der Landrat hat den Sitz für den Landkreis Donau-Ries aus welchen Gründen auch immer schon aufgegeben.

Vom gewählten Landrat für den Landkreis Donau-Ries sollte man eigentlich schon erwarten dürfen, dass er seiner Funktion gerecht wird. Er muss also alles dafür tut, dass der Hauptsitz im Landkreis Donau-Ries bleibt. Zudem greift auch die Begründung dafür nicht, dass Dillingen scheinbar der Favorit wegen der Bilanzsumme für den Hauptsitz ist. Denn Dillingen ist nämlich bereits eine Kreissparkasse, während der Landkreis Donau-Ries mit Donauwörth-Oettingen und Nördlingen noch zwei eigenständige Häuser besitzt. Da vergleicht man offensichtlich lieber Äpfel mit Birnen, um ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen.
 
Es hätte auch eine fatale Außenwirkung, dass der wirtschaftlich so starke Landkreis Donau-Ries den nächsten Hauptsitz einer Sparkasse verliert, nachdem sich Rain am Lech leider bereits aus dem Landkreis verabschiedet hat. Nicht zu unterschätzen ist auch die Symbolwirkung derartiger Entwicklungen, die nicht zu unserem Selbstverständnis passt. Auf der einen Seite sind wir stolz auf unseren wirtschaftlich so starken Landkreis, auf der anderen Seite, wehren wir uns nicht dagegen, dass ein Sparkassensitz in den wirtschaftlich schwächeren Landkreis Dillingen abwandern könnte. Das ist unseren Bürgern und den Kunden nicht vermittel- und darstellbar.
Wenn sich Donauwörth und Nördlingen zusammentun, sind sie zusammen größer wie die Kreissparkasse Dillingen. Und diese Einsicht mit den entsprechenden Aktivitäten erwarten wir von allen beteiligten Kreispolitikern auch im Sinne der großen Imagekampagne unseres Landkreises „Glückstreffer“. Denn würde man den Sitz an den kleineren Landkreis Dillingen verlieren, müsste man konsequenterweise auch den Slogan „Glückstreffer“ als Beigabe nach Dillingen verkaufen. Weil die dann wirklich einen Treffer gelandet haben und gar nicht wissen, welch Glück Ihnen geschieht.

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