JU Donauwörth und AK Sicherheitspolitik besuchen AKW Gundremmingen

am Mittwoch, 20 Februar 2013.

JU Donauwörth und AK Sicherheitspolitik besuchen AKW Gundremmingen

Immer wieder fand sich in den politischen Stammtischen der Jungen Union Donauwörth in den vergangenen Monaten das Thema der zurzeit öffentlich so heiß diskutierten Laufzeitverlängerung für deutsche Atomkraftwerke. Die verschiedenen Standpunkte kritisch zu erörtern bedeutete für die politisch engagierten Jugendlichen des Ortsvereins auch, sich den Betrieb und die Technik eines AKWs vor Ort anzusehen. Dazu bot sich nun eine Gelegenheit.

Der Arbeitskreis Sicherheitspolitik Donau Ries der CSU eröffnete den JU-Mitgliedern die Möglichkeit, gemeinsam das Kraftwerk in Gundremmingen zu besuchen. So fanden sich insgesamt zwölf Personen am 12. März im Informationszentrum des Kraftwerkes ein, um der fundierten und ausführlichen Einführungsveranstaltung zu lauschen. Hierbei wurden technische, organisatorische aber auch politische und umweltrelevante Faktoren eingehend vorgestellt und mittels modernster Präsentationstechnicken veranschaulicht. Auch war eine Kamera-Live-Schaltung in den Kontrollraum möglich. Im Rahmen dieser Einführung bot sich anschließend auch die Gelegenheit, die politische Diskussion der Laufzeitfrage erneut aufzugreifen und mit den eben vermittelten Fakten konkreter zu gestalten. Als sehr interessant erwies sich dabei auch der Austausch zwischen den Mitgliedern des Arbeitskreises und der Jungen Union.
Anschließend an diesen theoretischen Teil stand die praktische Besichtigung des Maschinenhauses sowie des Reaktorgebäudes des Blocks B auf dem Programm. Die Besucher konnten sich somit vor Ort und ganz konkret von den theoretisch vermittelten Gegebenheiten, vom Ablauf und selbstverständlich auch den Sicherheitsmaßnahmen des Werkes überzeugen. Falsche Vorstellungen, beispielsweise über Räume in denen strahlungsbedingt ausschließlich Roboter arbeiten und ähnliches, verschwanden ebenso, wie bei einem Großteil der Gäste auch die Skepsis gegenüber der ausreichenden Sicherheit eines AKW. Beeindruckt zeigten sich alle von der geringen Strahlenbelastung, die mittels amtlich vorgeschriebenem Messgerät während des gesamten Aufenthalts im Werk festgehalten wurde, führte die Besichtigung doch selbst an den Rand eines Wasserbeckens mit bereits verbrauchten Brennelementen.
Im Anschluss an die Führung gab es nochmals kurze Gelegenheit zur Aussprache mit den Referenten des Kernkraftwerkes, denen Franz Messmer, seines Zeichens Vorsitzender des AK Sicherheitspolitik, und Jonathan Schädle, Vorsitzender des Ortsvereines Donauwörth der JU, herzlich für den informativen Nachmittag dankten, den beide äußerst gelungen fanden. Gegenseitig verständigten sich die Vorsitzenden außerdem, weiterhin derartige Aktionen, wo es sich anbiete, gemeinsam durchzuführen. Die fruchtbaren Diskussionen und Gespräche gäben dazu Anlass, so Schädle.

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