JU Schwaben informiert sich bei der IHK

am Mittwoch, 28 Oktober 2015.

JU Schwaben informiert sich bei der IHK

Der Stellvertretende Bezirksvorsitzende der Jungen Union Schwaben, Joachim Fackler (JU Donauwörth), hat sich im Rahmen des Arbeitskreises Wirtschaft und Finanzen in einem interessanten Gespräch bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben über den Wirtschaftsstandort Schwaben informiert. Vertreter der IHK war der Stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben, Dr. Peter Lintner, der gleich zu Beginn feststellte, dass es sich beim Regierungsbezirk Schwaben mit seinem Regierungssitz Augsburg wirtschaftlich betrachtet um eine Einheit handle. 

Nachdem Lintner die IHK als Institution in rechtlicher Hinsicht, organisatorischem Aufbau und strategischer Zielsetzung erläutert hatte, wurden zunächst Grunddaten des ganzen Regierungsbezirkes Schwaben vorgestellt. Größtenteils handle es sich um einen ländlich geprägten Raum mit rund 20 Mio. gezählten Übernachtungen pro Jahr, wobei insgesamt rund 1,8 Mio. € Menschen in Schwaben leben. Bei einer vorherrschenden Arbeitslosenquote zwischen zwei und drei Prozent liege praktisch Vollbeschäftigung vor. Die schwäbische Wirtschaft sei aufgrund des starken Produktionsstandorts, wobei vor allem Nordschwaben Spitzenreiter mit einer Quote von rund 50 % sei, extrem von Exporten in andere Staaten abhängig (Exportquote Bayern: 50 %, Schwaben 40 %). Als Chance betrachtet die IHK die Lage Schwabens mitten in Süddeutschland. Angesichts der „Technologieachse-Süd“ von Karlsruhe über Stuttgart, Ulm, Augsburg nach München sei der Straßenverkehr ein wichtiges Element der Infrastruktur. Verbesserungsbedarf sehe man lediglich im Ausbau der Bahnverbindungen.

 

Als wirtschaftliches Risiko betrachte man die „Steuerung von außen“. Gemeint ist damit die Abhängigkeit von Entscheidungen, die in Münchner und Stuttgarter Headquarters getroffen werden würden, während die Produktionsstätten in Schwaben verblieben. Zumal eh schon ein täglicher Auspendlerüberschuss von rund 30.000 Personen von Schwaben nach München vorliege. Angesichts des demografischen Wandels müsse man sich in Zukunft besonders um Ausbildung und Fachkräftesicherung kümmern, um weiterhin leistungsfähige Arbeitnehmer in Schwaben zu binden. Aus politischer Sicht müsse man weiter die Verkehrsinfrastruktur erweitern und ausbauen, um nicht von den großen Städten abgehängt zu werden.

 

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